Absam
Absam

Absam

Die Gemeinde Absam ist ein Pilgerort am bekannten Jakobsweg.

Meereshöhe: 632 m ü.d.M.

Absam Dorf und Eichat bilden das Gemeindegebiet von Absam, das zu den sogenannten “MARTHA-Dörfern” gehört. Es handelt sich dabei um Mühlau, Arzl, Rum, Thaur, Absam und den Haller Stadtteil Heiligkreuz, die alle die Dorfstraße von Innsbruck nach Hall in Tirol säumen. “Abazanes”, wie es früher hieß, wurde 995 erstmals urkundlich erwähnt. Wirtschaftlich bedeutend für das Dorf war der Salzabbau von Hall sowie “Swarovski-Optik”, ein Tochterunternehmen von Swarovski, das sich hier 1947 niederließ.

Höchster Punkt der Gemeinde ist der 2.725 m hohe Große Bettelwurf, ein Berg im Karwendelgebirge. Dieses Gebirge bietet, zusammen mit der Umgebung von Absams, viele wundervolle Möglichkeiten, die Nordtiroler Berge auf einer Wanderung oder Radtour zu erkunden. Beliebt ist z.B. der Wanderweg von Absam ins Halltal hinein, in dem das ehemalige Kloster St. Magdalena sowie Spuren des Salzbergbaus von Hall in Tirol zu finden sind. Vom Halltal aus können Sie auch den Großen Bettelwurf bezwingen. Der Gipfel ist entweder auf einem leichten Klettersteig über die Bettelwurfhütte (2.077 m ü.d.M.) aus erreichbar, oder auf einem mittelschweren Steig über den benachbarten Kleinen Bettelwurf. Im Winter dann liegt Absam in der Nähe bekannter Skigebiete wie dem Patscherkofel mit seinen 18 km Pisten.

Absam liegt idyllisch am Jakobsweg, dem bekannten Pilgerweg der sich quer durch Europa zieht. Das Dorf selbst ist ein Pilgerort am Jakobsweg und Marienwallfahrtsort, obwohl die örtliche Kirche dem Erzengel Michael geweiht ist. Im Jahre 2000 wurde diese Kirche zur “Basilica minor” erhoben und erzählt heute anhand vieler Votivtafeln von den Wundern, die diesem Wallfahrtsort zugeschrieben werden. Angefangen hat alles mit der 18-jährigen Rosina Bucher, die 1797 in einem Fenster in Absam ein Marienbildnis sah, das sich nicht mehr entfernen ließ. Das Gemeindemuseum hingegen widmet sich vor allem dem Absamer Bürger Jakob Stainer (1617-1683), dem berühmtesten Geigenbauer außerhalb Italiens. Er schuf an die 300 Geigen, die für ihren Klang und ihre Gestalt berühmt waren und heute noch in großen Orchestern gehört werden können. An die Madonnenerscheinung und den Geigenkünstler erinnert auch das Gemeindewappen, das eine Geige und im linken oberen Eck das Gesicht Marias darstellt.

Unser Tipp: Alle vier Jahre findet in Absam zur Karnevalszeit der “Matschgerer-Umzug” statt. Da geht es hoch her! Die bekannten Figuren wie der “Spiegeltuxer” und “Zottler” können unter dem Jahr auch im Matschgerermuseum in Absam bestaunt werden.

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