Sellrain

Die Gemeinde Sellrain ist der Hauptort des gleichnamigen Tales.

Meereshöhe: 909 m ü.d.M.

Sellrain liegt im Sellraintal, einem Seitental des Inntales, am Fuße des 2.577 m hohen Windegg in den nördlichen Stubaier Alpen. Insgesamt neun Ortsteile bilden das Gemeindegebiet, darunter das Dorf selbst an der Sellraintal-Landesstraße, der Ortsteil Sonnenberg am Hang und das von Sellrain abzweigende Fotschertal. Schon in der Steinzeit war das Sellraintal ein Jagdgebiet, erstmals urkundlich erwähnt wurde die Gemeinde dann 1289 n. Chr.

Das Dorf entstand im Laufe der Zeit um die Heilquelle Rothenbrunn herum, die bereits im Mittelalter bekannt war. Das eisenhaltige Wasser zog Menschen als Nah und Fern an. Heute sind im Gemeindegebiet mehrere Gebäude sehenswert, darunter die Wallfahrtskirche St. Quirin, die älteste Kirche der Gemeinde und des ganzen Tales. Sie liegt weithin sichtbar am Steilhang und ist bei den Einheimischen einfach als “Sankt Krein” bekannt. Diese Kirche ist auch im Gemeindewappen als schwarze Silhouette an einem grünen Steilhang verewigt. Die spätgotischen Wandmalereien und Schnitzfiguren stammen aus der Zeit um 1400 - 1500. Ebenfalls sehenswert ist der Getreidekasten im Sellraintal, der aus Bachsteinen errichtet wurde, und die übrigen Kirchen des Tales, falls Sie sich für Sakralbauten interessieren. Darunter befinden sich die Pfarrkirche St. Katharina und die Pfarrkirche von Gries im Sellrain. Unweit der Gemeinde befindet sich auch das Krippendorf Oberperfuss, ein wunderschönes Ausflugsziel zur Adventszeit!

Das zur Gemeinde gehörige Fotschertal ist im Sommer ein beliebtes Wandergebiet und bis zur Potsdamer Hütte durch einen Fahrweg erschlossen. Die gut markierten Wanderwege führen auf die Almen und Gipfel hinauf, vorbei an Bergbächen, weidenden Kühen und Alpenrosen. Die klare Luft und das Bergpanorama in diesem urigen Tal tragen das ihrige zur Entspannung bei. Beliebte Wanderziele sind z.B. der 2.405 m hohe Schaflegerkogel, das Fotscher Windegg (2.577 m ü.d.M.) und der Rote Kogel (2.836 m ü.d.M.), für Klettertouren eignen sich hingegen die Hohe Villerspitze und Lüsenser Villerspitze, beides Berge über 3.000 m. Im Winter ist das Fotschertal dann besonders für Rodelausflüge und Skitouren bekannt.

Unser Tipp: In der kleinen Gemeinde gibt es insgesamt 36 Brücken, die die einzelnen Ortsteile miteinander verbinden. Eine wahre Besonderheit!

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