KC Kaunertal feichten
KC Kaunertal feichten

Kaunertal

Die Gemeinde Kaunertal liegt im gleichnamigen Tal, das vom Oberinntal abzweigt.

Meereshöhe: 1.287 m ü.d.M.

Kaunertal umfasst die 13 Ortsteile Platz, Kaltenbrunn, Nufels, Loch, Boden, Vergötschen, Feichten, Unterhäuser, Mühlbach, Bödele, Ögg, Grasse und Wolfskehr. Auf 1.287 m Höhe gelegen, bildet Feichten den Hauptort der Gemeinde mit ihren 600 Einwohnern. Mit der Errichtung des Gepatschspeichers Anfang der 1960er Jahre, eines 6 km langen Stausees am hintersten Talende, begann der wirtschaftliche Aufschwung des gesamten Tales. Heute ist das Kaunertal als Naturpark ausgewiesen.

Im Kaunertal befinden sich mehrere interessante Ausflugsziele, darunter die mautpflichtige Kaunertaler Gletscherstraße, die kurz hinter Feichten ihren Anfang nimmt. Sie führt bis zum Weißseeferner auf 2.750 m ü.d.M. hinauf und bietet bemerkenswerte Ausblicke. Im Sommer besonders bei Motorradfahrern beliebt, wird der Kaunertaler Gletscher in den anderen Jahreszeiten zum Ziel von Wintersportlern, denn außer einer kurzen Auszeit im Sommer handelt es sich hierbei um ein Ganzjahres-Skigebiet. Bei Feichten zweigt außerdem das Verpeiltal ab, ein Hochtal in dem die Verpeilhütte (2.025 m ü.d.M.) liegt. Diese Alpenvereinshütte wurde 1906 erbaut und kann von Feichten aus in etwa 2 Std. über einen Fahrweg oder einen Steig erreicht werden. Im Winter ist das Verpeiltal besonders bei Eiskletterern bekannt.

Ebenfalls sehenswert ist die Wallfahrtskirche Kaltenbrunn, die im vorderen Teil des Kaunertales auf 1.260 m Meereshöhe thront. Laut einer Überlieferung soll die kleine Kapelle im 13. Jahrhundert von Ritter Erbo Schenkenberg als Buße für einen Mord errichtet worden sein. Ein Gnadenbild aus dem 14. Jahrhundert machte sie dann zum Wallfahrtsort der Landsknechte. Heute ist die Wallfahrtskirche ein beliebtes Ziel von Wanderern, die die Ruhe in der Umgebung zu schätzen wissen. Interessant: Das Gemeindewappen vereint die wichtigen Komponenten des Tales. Die blaue Welle soll den Gepatschspeicher darstellen, ihre an ein Horn erinnernde Form das Steinbockvorkommen im Naturpark Kaunergrat und der goldene Stern die Wallfahrtskirche Kaltenbrunn!

Unser Tipp: Im Ortsteil Platz zeigt das Talmuseum Exponate aus dem Leben der einheimschen Bevölkerung, so etwa Gegenstände der alten Lebens- und Wirtschaftsformen, eine Mineraliensammlung oder die transportable Werkstatt eines Wanderschusters.

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