Lechaschau

Die Naturparkgemeinde Lechaschau liegt im Reuttener Talkessel an der linken Seite des Lech.

Meereshöhe: 846 m ü.d.M.

Lechaschau wurde erstmals 1218 n. Chr. als “Lech” erwähnt und 1888 in “Lechaschau” umbenannt, um Verwechslungen mit Lech in Vorarlberg zu vermeiden. Mit dem Bau der Brücke nach Reutte im Jahr 1464, die dann jahrhundertelang dem Salzverkehr ins Tannheimer Tal diente, begann der wirtschaftliche Aufschwung des Dorfes. An dieser Brücke entstand der Ortskern, und von hier dehnt sich das Dorf strahlenförmig aus, was besonders gut aus der Luft zu sehen ist. Übrigens: Josef Naus, Offizier, Vermessungstechniker und Bergsteiger, wurde 1793 in Lechaschau geboren!

Das Gebiet rund um Lechaschau bietet einiges zu sehen: Das sogenannte “Sankt-Mangus-Sessele” ist ein frühchristlicher, heidnischer Opferplatz. In einer Felsnische erholte sich hier der Sage nach der Hl. Magnus auf seinen Missionsreisen. Auch die sakralen Gebäude sind einen Besuch wert: Die Martinskapelle steht in Unterdorf, die Ottilienkapelle idyllisch in den Wiesen bei Lechaschau. Und zur Costarieskapelle führt eine kleine Wanderung, die beim Parkplatz Langtennenlift beginnt. Die modern anmutende Pfarrkirche von Lechaschau hingegen ist dem Hl. Geist geweiht.

Wen es in die Natur hinaus zieht, kann einen Ausflug zum Frauensee am östlichen Fuß der Gehrenspitze (2.367 m ü.d.M.) machen. Im Sommer wird der See, der sich noch im Gemeindegebiet von Lechaschau befindet, gerne als Badesee genutzt und erreicht eine Wassertemperatur von 19° C. Auch der Lech selbst, ein “Natura 2000″ Gebiet und somit besonders schützenswert, ist eine Tour wert, zum Beispiel auf dem Lechuferweg. Diese Strecke führt Sie in 2,5 Stunden von Lechaschau über Höfen nach Weißenbach. Zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten leben in Ufernähe, wie die Kreuzkröte, der Flussregenpfeifer oder der Steinkrebs. Das Aktivangebot wird abgerundet durch einen Tennisplatz mit drei Sandplätzen, zahlreiche Loipen und das Skigebiet am Hahnenkamm, in das Sie die Reuttener Seilbahnen bringen.

Unser Tipp: Der Lech wurde schon von den Kelten “Licca”, der schnell Fließende, genannt. An seiner Fließgeschwindigkeit hat sich wenig geändert, wodurch der Lech heute ein Paradies für Rafting- und Canyoningfans ist!

Tipps und weitere Infos