Meereshöhe: 1.031 m ü.d.M.
Umhausen besteht aus den Ortsteilen Umhausen, Tumpen, Köfels, Farst, Niederthai und Östen. Früher Zentrum des Flachsanbaus, ist die Gemeinde heute ein beliebter Ferienort für Ruhesuchende. Der Ort hat einige Besonderheiten zu bieten, so z.B. den Bergsturz Köfels, in dem vor ca. 8.000 Jahren durch Druck und Hitze Gneis zu einem glasigen Gestein umgewandelt wurde, dem sogenannten Köfelsit. Zudem war Umhausen in den 1990er Jahren durch das hier natürlich vorkommende Edelgas Radon in den Medien. Das bedeutet, dass hier alle Ansprüche einer Heilquelle für chronisch rheumatischen Erkrankungen und schmerzstillende Behandlungen gegeben sind - im Jahr 2012 soll das Kurzentrum fertiggestellt sein…
Im Gemeindegebiet (im Bild) sind neben den schön bemalten Häusern im Zentrum zwei Sehenswürdigkeiten herauszuheben: der Stuibenfall und das Ötzi Dorf! Der Stuibenfall, mit 159 m Höhe der höchste Wasserfall Tirols, stürzt in zwei Kaskaden in die Tiefe. Über einen mittelschweren Klettersteig kann der Wasserfall erklommen werden und belohnt mit schönen Ausblicken auf den Aussichtplattformen. Das Ötzi Dorf hingegen, ein Freilichtpark, wurde Anfang des 21. Jahrhunderts vom Ötztaler Verein für prähistorische Bauten und Heimatkunde eröffnet und zeigt die Lebensweise der Menschen des Neolithikums.
Im Sommer ist neben den Ausflügen in die wunderbare Welt der Ötztaler Alpen auch die Engelswand sehr beliebt, die zum Teil in einen Klettergarten mit rund 64 Routen umfunktioniert wurde. Zudem sorgt der Badesee direkt am Weg zum Stuibenfall für Abkühlung. Im Winter dann ist Umhausen ein Paradies für Langläufer, zahlreiche perfekt präparierte Loipen warten in der Umgebung, darunter die schneesichere Höhenloipe auf 1.550 m im Ortsteil Niederthai. Zudem befindet sich in Grantau das Rodelzentrum, das jährlich Austragungsort von Weltcuprennen ist. Und zum Entspannen geht es in das nur 10 km entfernte Längenfeld mit seiner Therme, dem “Aqua Dome”!
Unser Tipp: Das “Larchzieh’n” ist ein uralter Fastnachtsbrauch, der heute alle vier bis fünf Jahre stattfindet. Dabei wird ein 35 m langer Lärchenstamm durch den Ort gezogen. Früher wurde dieser Brauch nur durchgeführt, wenn kein Junggeselle im Ort geheiratet hatte…