Schmirn

Das Gemeindegebiet von Schmirn reicht im Süden bis zum Tuxer Hauptkamm mit dem 3.476 m hohen Olperer.

Meereshöhe: 1.407 m ü.d.M.

Die Gemeinde Schmirn mit ihren Weilern erstreckt sich weitläufig bis zu den Tuxer Voralpen und dem Tuxer Hauptkamm. Zum Gemeindegebiet gehört ein Teil des Ortes St. Jodok, während dessen südlicher Teil zur Gemeinde Vals in Nordtirol gehört. Bis 1926 war sogar Hintertux im hinteren Zillertal ein Teil von Schmirn. Über das Tuxer Joch kamen die Römer in das Gebiet, um es als Weideland zu nutzen, was eine Bronzetafel belegt, die hier gefunden wurde. Das Schmirntal, ein Seitental des Wipptales, wurde im 13. Jahrhundert als “Vallis Smurne” erstmals erwähnt.

Eines der Highlights im Tal ist der Kräutergarten von Schmirn: Dieser Schaugarten voller Duft-, Heil-, Gewürz-, Giftkräuter und Alpenblumen kann über einen Holzsteig im Ortsteil Toldern erreicht werden. Die Kräuter werden auch verkauft, zudem liegt gegenüber der Gattererhof, der bäuerliche Produkte anbietet und besucht werden kann. Auf 1.750 m Meereshöhe hingegen steht oberhalb vom Ortsteil Holzeben die Wallfahrtskirche Mariahilf, auch “Zur Kalten Herberge” bekannt, die im Gemeindewappen dargestellt ist. Eine Wanderung führt vom Parkplatz in Holzeben auf die Lichtung, auf der die Kirche erbaut wurde. Um dieses Kirchlein rankt sich die Sage eines Jägers, der einst eine Frau mit ihrem Kind fand. Beide suchten unter einer Fichte Schutz vor dem Wetter. Der Jäger kommentierte dies damit, dass dies eine kalte Herberge sei. In der Nähe des Baumes soll sich eine heilkräftige Quelle befinden…

Im Sommer ist die traumhafte Bergwelt Ziel vieler Wanderungen, wie auf den 2.341 m hohen Sumpfkopf oder zum Tuxerjoch Haus (2.310 m ü.d.M.). Beim Tuxerjoch Haus wird man nach einer Wanderung von etwa 2,5 Std. mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Tuxer Gletscher belohnt. Ebenfalls beliebt ist der Ramsgrubner See auf über 2.000 m Höhe und die darüberliegende Schöberspitze, von der aus man bei guter Fernsicht den Ortler in Südtirol sehen kann. Der See ist von Toldern aus in 2,5 Std. erreichbar, wobei 500 Höhenmeter überwunden werden. Kurios: Der See ist für “FKK in den Bergen” bekannt - wenn sich jemand in das kalte Wasser traut! In den Wintermonaten führt dann die 3 km lange Naturrodelbahn Kalte Herberge am gleichnamigen Wallfahrtskirchlein vorbei.

Unser Tipp: Die Kräuter des Kräutergartens von Schmirn werden im angrenzenden Gasthaus zu kulinarischen Köstlichkeiten wie Brot oder Speck verarbeitet, das sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

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