Nassereith

Die Gemeinde Nassereith mit ihren zahlreichen Ortsteilen liegt am Eingang des Gurgltals.

Meereshöhe: 843 m ü.d.M.

Dort, wo sich die ehemalige Römerstraße Via Claudia Augusta vom Fernpass nach Imst zieht, und die alte Salzstraße über den Holzleitensattel und das Mieminger Plateau nach Telfs führt, liegt die Gemeinde Nassereith auf 843 m Meereshöhe. Das Gebiet um den Ortsteil Dormitz war bereits 300-200 v.Chr. dauerhaft besiedelt. Der Name Nassereith leitet sich vom Lateinischen “in acereto”, also “im Ahornwald”, ab, was nochmals durch die drei Ahornblätter im Gemeindewappen bildlich dargestellt wird.

Für Kulturfreunde hat Nassereith viel zu bieten! Im Ortsteil Dormitz steht eine der schönsten und ältesten Wallfahrtskirchen des Tiroler Oberlandes. Die Kirche wurde dem Hl. Nikolaus geweiht und 1746 innen barockisiert. Sehenswert ist besonders die Muttergottes-Statue mit Kind am Hochaltar (15. Jahrhundert). Die Pfarrkirche zu den Hl. Drei Königen hingegen zählt mit ihren rund 400 Sitzplätzen zu den größten Dorfkirchen Tirols. Durch ihren über 300 Jahre alten Zwiebelturm ist die Kirche schon von weitem zu erkennen. Auch sonst spielen Traditionen und Religion in Nassereith eine große Rolle, die Prozessionen zählen zu den schönsten Tirols. Dann werden die Häuser mit “Majelen”, frischen Laub- und Nadelhölzern, geschmückt und die Musikkapelle spielt auf. Mitgetragen werden Fahnen und Heiligenfiguren, die sogenannten “Fargerln”. Zu Fasching geht es dann bunt zu! Das “Schellerlaufen” ist ein uralter Brauch, der alle drei Jahre stattfindet und bei dem der Kampf zwischen Bär und Bärentreiber den Kampf des Frühlings gegen den Winter symbolisieren soll. Natürlich gewinnt der Bär! Die Figuren und Masken, die hier zu sehen sind, können im großen Heimat- und Fasnachtsmuseum bestaunt werden.

Aber auch Sportfreunde finden in Nassereith verschiedene Möglichkeiten, sich aktiv zu betätigen. Beliebt sind im Sommer die umliegenden Seen, wie der Fernsteinsee, bekannt bei Tauchern und Bootfahrern. Einzigartig: Mitten im See liegt die Ruine Sigmundsburg, in der schon der Märchenkönig Ludwig II. gerne verweilte! In der Nähe sind auch der Samerangersee und Schanzlsee zu finden, während der Nassereither See direkt hinter der Pfarrkirche liegt. Zahlreiche Wanderwege, Mountainbike- und Kletterrouten führen hingegen in die Bergwelt rund um das Mieminger Plateau. Die müden Muskeln können Sie danach in der Kneippanlage Mühlsprung verwöhnen. Im Winter sorgen zwei Schlepplifte, die 2,5 km lange Naturbobbahn Holzleiten sowie die Rodelbahnen Roßbachlift - Dormitz und Bockleite für Abwechslung.

Unser Tipp: Nassereith ist auch für seine Krippenfiguren bekannt, die aus Lehm gebrannt und nicht geschnitzt werden. Sie werden jedes Jahr vom Fest der Unbefleckten Empfängnis (8. Dezember) bis zum Fest der Taufe Jesu im Januar am “Nassereither Krippenweg” ausgestellt.

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