Karrösten

Karrösten liegt am Südwesthang des Tschirgant, an der Mündung des Gurgltals in das Inntal.

Meereshöhe: 918 m ü.d.M.

Karrösten, Brennbichl und Königskapelle formen die sonnige Gemeinde Karrösten mit ihren ca. 700 Einwohnern. Schon in der Bronzezeit wurde hier mit dem Bergbau begonnen, der im 16. Jahrhundert seinen Höhepunkt erlebte. Heute werden an den Hängen vor allem Obst und Mais angebaut. Das Wappen zeigt drei rote Kugeln auf gelbem Grund, die auf den Hl. Nikolaus verweisen, den Kirchenpatron.

Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Geolehrpfad, der u.a. die Gesteinszusammensetzungen in diesem Gebiet erklärt. Früher wurde Karrösten nämlich oft von Naturkatastrophen bedroht, wodurch man sogar vermutet, dass unter dem jetzigen Dorf die Überreste eines früheren Dorfes liegen. Dieser ca. 2,5 Stunden dauernde Lehrpfad führt hoch über dem Inntal leicht ansteigend bis zur Karröster Alm (1.467 m ü.d.M.) und kann als Rundwanderung wieder am Ausgangspunkt abgeschlossen werden. Wenn Sie weiterwandern möchten, ist besonders die Variante über die Karröster Alm zum Tschirgant (2.370 m ü.d.M.) beliebt. Auch bei schlechtem Wetter können Sie sich aktiv betätigen: Die Routen in der Kletterhalle beim Gasthof Trenkwalder werden regelmäßig von Europameisterin Bettina Schöpf neu gesetzt.

Wenn Sie sich hingegen eher für Kunst und Kultur interessieren, dann ist sicherlich die Königskapelle etwas für Sie! Die 1855 eingeweihte Kapelle erinnert an König Friedrich August II. von Sachsen, der 1854 bei einem Ausflug in das Pitztal kurz hinter Imst verunglückte, als sein Pferdewagen umfiel und ein scheuendes Pferd den König am Hinterkopf trag. Dieser Verletzung erlag er dann am 9. August 1854 im Gasthof Neuner. Dort erinnert noch heute das Sterbezimmer daran. Die Witwe König Friedrich Augusts II., Marie von Sachsen, ließ die Kapelle im folgenden Jahr im neugotischen Stil errichten. Die Pfarrkirche des Dorfes hingegen, die St. Nikolauskirche, wurde 1778 geweiht. Der Innenraum ist reich an Rokoko-Elementen. Und ebenfalls sehenswert ist die Kunstweberei Schatz, ein 1932 gegründeten Familien-Unternehmen, wo Sie Tiroler Handwerkskunst erleben - und auch erwerben - können.

Unser Tipp: In Karrösten steht die höchstgelegene Edelkastanie Nordtirols, die seit den 1960er Jahren als Naturdenkmal geschützt ist!

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