Gleirschklamm
Die wild-romantische Gleirschklamm bei Scharnitz erzählt von längst vergangenen Zeiten.
In der Olympiaregion Seefeld, südöstlich von Scharnitz, befindet sich ein imposantes Naturschauspiel: die Gleirschklamm. Früher wurden in der Klamm Holzstämme ins Wasser gelassen und so befördert. Heute ist die Gleirschklamm im Karwendelgebirge ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer.
Der Weg zur Klamm führt über die Scharnitzer Alm und beginnt bei den öffentlichen Parkplätzen im Karwendel, rechts an Scharnitzer Kirche vorbei. Der Isarsteig führt in den Wald hinein bis zur besagten Alm. Daran vorbei führt Sie dann der Nederweg bis zum Eingang der Klamm. Besonders aus geologischer Sicht ist die Gleirschklamm ein interessantes Ziel. Die grau-weißen Gesteinsschichten reichen bis in die Jura- und Triaszeit zurück, und allein durch die Wasserkraft der Gleirsch werden die Schichten langsam abgetragen und fördern so manche Muschel oder andere Zeugen aus längst vergangenen Zeiten zutage. Der schmale Pfad führt an Drahtseilen und über kleine Brücken 1,5 km durch die Klamm, immer dem Wildfluß folgend. Schöne Wasserfälle säumen den Weg. Und das breite Bachbett der Gleirsch eignet sich an manchen Stellen dazu, die müden Füße zu kühlen.
Am Ende der Klamm führt der Weg dann Richtung Oberbrunnalm und schließlich Richtung Hochwald (Nr. 57) zurück zur Scharnitzer Alm. Rechnen Sie 3,5 Stunden für die gesamte Wanderung ein - 45 Minuten davon nimmt die Wanderung durch die wild-romantische Gleirschklamm in Anspruch. Auch Kajakfahrer sind hier manchmal zu beobachten. Trittsicherheit und sicheres Schuhwerk sind für die schmalen Stege erforderlich. Achtung: Nach starken Regengüssen kann die Klamm nicht passierbar sein, bitte vorher nachfragen!
Wo: Scharnitz, Olympiaregion Seefeld
Ausgangspunkt: Karwendelparkplatz
Besonderheit: geologisch interessante Gesteinsschichten, Wanderungen mit Lamas ins Gleirschtal
