Tirol ist bereits seit Jahrtausenden besiedelt, die ersten Siedler tauchten vor ca. 10.000 Jahren auf und wurden um etwa 4.000 v. Chr. durch ackerbautreibende Völker ersetzt. Von dieser Zeit zeugen zahlreiche Ausgrabungen in allen Teilen Tirols, wie auch die bekannte Gletschermumie Ötzi.
Tirol war für die Römer als Siedlungsgebiet zwar nicht so sehr interessant - die bekannteste römische Stadt auf Tiroler Gemeindegebiet war Aguntum bei Lienz im heutigen Osttirol. Dennoch erkannten die Römer die verkehrstechnisch günstige Lage des Landes und nützten den Brennerpass als Hauptverkehrsroute Richtung Norden. Die Römer profitierten vor allem vom Fernhandel und errichteten dafür auch bekannte Römerstraßen, wie z.B. die Via Claudia Augusta.
Mit dem Niedergang des römischen Reiches begann die Christianisierung Tirols und zahlreiche Kirchen und Kapellen begründen heute noch das Tirol als “Heiliges Land”.
Wenn man über die Geschichte Tirols spricht, so ist auch die Bergbaukultur zu erwähnen, die sich bis rund 4.000 Jahre v. Chr. zurückverfolgen lässt. Seine Blütezeit hatte der Bergbau im 15. und 16. Jahrhundert - in dieser Zeit war Schwaz die Bergbaumetropole sowie die zweitgrößte Ortschaft im Habsburgerreich. Brixlegg hingegen war bekannt für den Kupferabbau.
Nach der Ära der Bergbaukultur kam die Zeit der Bauernaufstände und Freiheitskämpfe, welche ein wichtiges Kapitel in der Geschichte Tirols darstellen. Die Freiheitskämpfe fanden mit der Hinrichtung des heute als Nationalhelden verehrten Anderas Hofer ein blutiges Ende. Von 1814 bis 1919 war Tirol Teil des Habsburger Vielvölkerstaates. In Nord- und Südtirol geteilt wurde Tirol nach Beendigung des Krieges mit dem Vertrag von St. Germain. Somit wurde Nordtirol Teil der Republik Österreich, in welche im Jahre 1938 die deutsche Wehrmacht einmarschierte. In den darauf folgenden Jahren hatte Tirol eine Vielzahl an Opfern zu beklagen. Nach 1945 folgte die Zeit des Wiederaufbaues und des wirtschaftlichen Aufschwung Tirols.